Proterra Maize

Grasgründüngung als Zwischenfrucht im Mais

Proterra Maize ist eine Grasgrün­dür­gung, die gleichzeitig mit Mais eingesät wird. Direkt nach der Maisernte steht eine Zwischenfrucht, die in kurzer Zeit viel organische Substanz produziert. Die gleichzeitige Einsaat und die zusätzliche organische Substanz bringen einen Mehrerlös von 226 € pro Hektar.

Um die Nitrat­richtlinien einzuhalten, ist eine Zwischenfrucht mit einer tiefen, intensiven Durchwurzelung ein Muss. Proterra Maize erfüllt diese Bedingung besonders gut, da sich die Pflanze vor allem unterirdisch stark entwickelt. Zudem besteht die Zwischenfrucht aus Gräsern, die sich gut unter Deckfrucht entwickeln und widerstandsfähig gegenüber der Unkrautbekämpfung im Mais sind.

gras proterra

Verringert Nitratgehalt des Grundwassers

Die Maiswurzeln nehmen Stickstoff von Juni bis Mitte August auf. In der Zeit danach wird der freigesetzte Stickstoff aus dem Boden ausgewaschen. Gerade in dieser Phase findet eine starke Bodenmineralisation statt. Durch die langen Wurzeln und das kräftige Wurzelpaket der Zwischenfrucht Proterra Maize wird der freigesetzte Stickstoff ab Mitte August aufgenommen. Dies verhindert die Auswaschung von Stickstoff und senkt so den Nitratgehalt des Grundwassers.

 

Verbessert die Bodenfruchtbarkeit

Direkt nach der Maisernte steht eine Zwischenfrucht mit tiefer und intensiver Durchwurzelung, die die Bodenstruktur verbessert. Außerdem sorgt die Zwischenfrucht für eine bessere Tragfähigkeit des Bodens. Dadurch kann der Mais zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden, auch wenn die Flächen nass sind. Eine verzögerte Maisernte gehört damit der Vergangenheit an.
Zusätzlich produziert die Gründüngung Proterra Maize viel organische Substanz im Untergrund und schafft so eine nährstoffreiche Basis für die Folgekultur.

 

Kosten und Erträge – Proterra Maize: 226 € höheres Saldo

Der Einsatz von Proterra Maize bringt 226 € mehr Ertrag als eine Nachsaat mit z. B. Roggen. Durch die gleichzeitige Einsaat mit dem Mais werden Kosten für eine Stoppelbearbeitung und eine zusätzliche Aussaat nach der Maisernte eingespart.
Die Mehrerträge entstehen durch mehr gebundenen Stickstoff und zusätzliche organische Substanz, die sowohl dem Boden als auch der Folgekultur zugutekommt.

 

Kosten und Erträge (€/ha) verschiedener Gründüngungen im Mais*
 

Proterra gleichzeitige Aussaat

Italienisches Gras Untersaat

Roggen Nachsaat

Arbeitskosten            

 

 

 

Zerstörung der Grasnarbe    

67

67

67

Pflügen / Saatbettbereitung

135

135

135

Düngemittel / Ausbringung

186

186

186

Maissaat / Düngung

77

77 

77 

Striegeln und Aussaat Proterra

39

0

0

Hacken und Untersaat Italienisch

74 

Pflanzenschutz

42

42

42

Maisernte 

448

448 

448 

Stoppelbearbeitung + Nachsaat  

87 

Materialkosten 

 

 

 

Saatgut Mais

195 

195 

195 

Saatgut Gründüngung

50 

50 

50 

Pflanzenschutzmittel

106 

106 

127 

Erträge   
Maisertrag¹

2280 

2280 

2280 

N-Lieferung Folgekultur² 

33 

33 

11 

Effektive organische Substanz im Boden³ 

270 

270 

135

Saldo 

1238 

1203 

1012

¹ Bei einem Ertrag von 15.200 kg TM/ha und 0,15 €/kg TM
² N-Lieferung basierend auf Ergebnissen dieser Studie bei einem Wert von 1,10 €/kg wirksamer N
³ Bei einem Wert von 0,50 €/kg organischer Substanz

Quelle: Wageningen UR, G. Hilhorst und K. Verloop. In: V-focus, Ausgabe Dezember 2014.

 

Getestet von Wageningen University & Research

Die Wageningen University & Research hat 2017 am Versuchsstandort Vredepeel verschiedene Gründüngungen als Untersaat im Mais getestet. Proterra Maize war die einzige Grün­dür­gung, die diesen Test erfolgreich bestand. Trotz extremer Witterung und einer Behandlung mit Laudis, Akris und Kart entwickelten sich sowohl die Gründüngung als auch der Mais ausgezeichnet.
Dies ist vor allem auf die starke unterirdische Entwicklung von Proterra Maize zurückzuführen. Aufgrund der positiven Ergebnisse hat sich Wageningen University & Research 2018 im Projekt Stikstoff Strikken für Proterra Maize entschieden. Ziel des Projektes ist die Erforschung von Zwischenfrüchten im Maisanbau zur Einhaltung der EU-Richtlinie für Grundwasser.

 

Pflanzenschutz ist notwendig

Proterra Maize besteht aus Gräsern, die sich gut unter Deckfrucht entwickeln. Damit Proterra Maize den Mais nicht konkurrenziert, ist eine Pflanzenschutzmaßnahme notwendig. Praxisversuche zeigen, dass eine Behandlung mit den Herbizidmischungen Laudis und Akris Proterra Maize ausreichend hemmt, ohne die Maispflanzen zu beeinträchtigen.
Falls diese zwei Mittel nicht alle Unkräuter auf der Fläche erfassen, ist die Mischung Kart eine gute Ergänzung. Auf Flächen mit Befall von Grüne Borstenhirse oder Hühnerhirse wirken diese Mittel jedoch nicht ausreichend – solche Flächen sind für den Anbau von Proterra Maize nicht geeignet.

 

Gleichzeitige Aussaat mit Mais

Die Grasgrün­dür­gung Proterra Maize kann gleichzeitig mit Mais ausgesät werden, maximal eine Woche vor der Maissaat bis vier Tage danach. Wird Proterra Maize später ausgesät, ist Vorsicht geboten, um die keimenden Maispflanzen nicht zu schädigen.
Die empfohlene Saatmenge beträgt 15 kg/ha.