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Mehr Milch aus eigenem Raufutter

Betuwer Bauer setzt auf gutes Gras vom eigenen Acker

Die Kosten für zugekauftes Kraftfutter und andere Futtermittel sanken in drei Jahren von 10,9 auf 7,0 Cent pro Liter Milch. Milchviehhalter Tim van Noord ist überzeugt, dass sie noch weiter gesenkt werden können. Mit einem ausgewogenen Rationsplan aus selbst gewonnenem Raufutter, einer neuen Weidestrategie und der richtigen Grassamenmischung will er dies erreichen.

Tim van Noord

Tim van Noord

Tim van Noord ist Milchviehhalter in Hellouw (Gld). Neben seiner Tätigkeit als Landwirt arbeitet er auch als Berater beim Beratungsunternehmen PPP Agro. Für seinen Betrieb strebt er eine maximale Milchproduktion aus eigenem Raufutter an – und das gelingt dem Betuwer Bauer sehr gut. 2014 produzierten die Kühe noch lediglich 4.500 kg Milch pro Hektar aus eigenem Raufutter, 2017 stieg dieser Wert auf über 8.000 kg bei einer Gesamtmilchproduktion von mehr als 9.000 kg.

"Raufutter in Milch umzuwandeln ist entscheidend. Die Milchproduktion pro Kuh ist das Ergebnis davon.

Van Noord betreibt einen extensiven Betrieb mit achtzig Milchkühen auf 50 Hektar Land. 40 Hektar bestehen aus Grünland, 10 Hektar sind Ackerfläche.

Die Zahlen zu seiner Entscheidung hat der Milchviehhalter stets parat: Die Kosten für zugekauftes Kraftfutter und andere Futtermittel sanken in drei Jahren von 10,9 auf 7,0 Cent pro Liter Milch – allein das spart ihm jährlich rund 28.000 Euro. Um seine Kühe mit ausreichend und den richtigen Nährstoffen zu versorgen, hat er sein Grünlandmanagement überdacht und bei der Kultur von Futterpflanzen eine andere Wahl getroffen.

Kleine Parzellen

Smakelijke Weide

Indem er das Dauerweiden gegen das Umweiden auf kleine Parzellen tauschte, kann er die Weideverluste begrenzen. „Ich möchte, dass die Parzellen während der Weidesaison nach einem Tag abgeweidet sind“, sagt er. „Das verursacht die geringsten Verluste.“ Dafür hat er dreizehn Parzellen à 0,8 Hektar angelegt, fünf Parzellen liegen zwischen 1,7 und 1,9 Hektar und eine Parzelle misst 5 Hektar. Die größeren Parzellen kann er mit temporären Zäunen verkleinern.

Außerdem hat der Milchviehhalter sein Grünland in sieben Jahren vollständig erneuert. Alle Parzellen wurden mit SmakelijkeWeide eingesät, wodurch die Kühe hochwertiges Raufutter erhalten. Van Noord setzt dabei eindeutig auf Beweidung, da der Nährwert von frischem Gras höher ist als der von Silagegras. „Im April kommen die Kühe nach draußen. Ab diesem Zeitpunkt wird der Kraftfutteranteil teilweise reduziert, von etwa 22 kg auf 15 kg pro 100 kg Milch.“

Bessere Proteineffizienz

Neben Einsparungen bei zugekauftem Kraftfutter und anderen Futtermitteln stellt der Betuwer Bauer auch eine Verbesserung der Proteineffizienz auf seinem Betrieb fest. Der Harnstoffgehalt in der Milch ist von 25 auf 18 gesunken. Durch seine geänderte Weidestrategie und neue Grassamenmischungen erhalten die Kühe eine gesunde Ration, bei der das angebotene Protein effizient genutzt wird. „Ich kaufe weniger proteinreiche Futtermittel ein und trotzdem gelangt mehr Protein in die Milch. Der Proteingehalt ist sogar von 3,45 auf 3,60 Prozent gestiegen.“

Van Noords Ziel ist es, die Milchproduktion aus eigenem Futter weiter zu steigern. Aus diesem Grund hat er auf seinen 10 Hektar Ackerfläche 1 Hektar Weizen ausgesät. Wenn sich dies bewährt, möchte er den Anteil auf 2,5 Hektar Weizen erhöhen und den Rest mit Silomais bepflanzen. „Ich schaue, welches Raufutter für eine ausgewogene Ration benötigt wird. Die Zeiten, in denen man blind Gras und Mais anbaut, mäht, wenn der Nachbar es tut, und anschließend den Futterberater das Rationsmanagement optimieren lässt, sind vorbei. Gutes Raufutter ist die Basis, von dort aus muss man weiterdenken.“

"Ich kaufe weniger proteinreiche Futtermittel ein, und trotzdem gelangt mehr Protein in die Milch. Der Proteingehalt ist sogar von 3,45 auf 3,60 Prozent gestiegen.

 

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