Neue Erkenntnisse: Silieren mit niedrigerem TS-Gehalt lohnt sich
Nasseres Silieren von Mais führt zu geringeren Futterwertverlusten – das zeigt eine Studie von Eurofins. Durch die Zugabe von Bonsilage Mais erhalten Sie die Garantie für eine Spitzensilage, mit der Ihre Kühe das ganze Jahr über maximal leisten können. Neue Untersuchungen von Eurofins bestätigen, was Forscher in Deutschland seit Jahren betonen: Auch in einer trockenen Maissilage sinkt der Anteil an beständigem Stärkeanteil letztlich auf 22 Prozent. Es hat also keinen Sinn, trockenen, abgestorbenen Mais mit hohem Stärkegehalt zu silieren.
Der ideale Erntezeitpunkt
Der ideale Zeitpunkt für die Maisernte ist erreicht, wenn der maximale Stärkegehalt im Kolben vorhanden ist. Dieses Stadium erkennt man an der schwarzen Trennschicht (dem „black layer“) an der Basis des Maiskorns. Sobald diese sichtbar ist, ist der Mais erntereif. Häufig lässt sich diese Schicht bereits in der zweiten oder dritten Septemberwoche erkennen. Danach verliert das Korn weiterhin etwas Wasser, wodurch der Kolben trockener und härter wird. Diese Härte geht jedoch in der Silage durch die vorhandenen Säuren wieder verloren.
Mit diesem neuen Wissen im Hinterkopf werden Landwirte künftig früher häckseln. Eine zwei bis drei Wochen frühere Ernte bedeutet: weniger Risiko von Schimmelbefall, Sturmschäden und eine besser verdichtbare Silage. Der ideale Trockensubstanzgehalt einer Maissilage liegt bei 34 bis 36 Prozent.
Auch bei diesem niedrigeren TS-Gehalt neigt Silomais jedoch leicht zu Nacherwärmung. Wenn die Zucker im Mais jedoch schnell im richtigen Verhältnis zu Milchsäure, Essigsäure und Propandiol umgesetzt werden, haben Schimmel und Erwärmung keine Chance. Der Einsatz eines Gärstabilisators wie Bonsilage Mais lohnt sich daher immer.
Erwärmung und Schimmelverluste
Versuche zeigen, dass stark erwärmte Maissilage bis zu 400 VEM weniger Energie enthält. Selbst leicht erwärmte Silagen verlieren schnell 100 VEM. Weitere Studien belegen, dass bei einer Silage, die zu 25 Prozent nacherwärmt, die Tiere 8 Prozent weniger Futteraufnahme aus der gesamten Ration haben. Ursache dafür ist eine gestörte Pansenfunktion: Der Abbau des gesamten Futters verlangsamt sich, und die Futtereffizienz sinkt deutlich.
Eine schnelle Konservierung ist daher entscheidend.
Die Verwendung von Bonsilage Mais in der Maissilage bringt 30 VEM mehr pro Kilogramm Mais. Bonsilage Mais ist eine Bakterienmischung, die sehr schnell die Bildung nützlicher Säuren in der Silage fördert, wodurch der Abbauprozess rasch stoppt und der Mais hervorragend verdaulich bleibt. Gleichzeitig werden die Pansenbakterien nicht durch unerwünschte Schimmelpilze beeinträchtigt.
Die Kosten für Bonsilage Mais liegen bei etwa 1,50 bis 1,55 Euro pro Tonne eingemaister Silage, was in der Praxis 45 bis 70 Euro pro Hektar Mais entspricht.