Luzerne koningin

Luzerne: Königin unter den Futterpflanzen

Luzerne, auch bekannt als Alfalfa, kann Ihnen im Rahmen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dabei helfen, über die Öko-Regelung zusätzliches Einkommen zu erzielen. Darüber hinaus erzeugen Sie mit Luzerne eine äußerst eiweißreiche Kultur bei extrem geringer Stickstoffdüngung. Nicht ohne Grund wird Luzerne als die Königin unter den Futterpflanzen bezeichnet.

Familie der Leguminosen

Luzerne gehört wie Klee zur Familie der Leguminosen. Sie besitzt die einzigartige Fähigkeit, in Zusammenarbeit mit Rhizobien-Bakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und in eine Form umzuwandeln, die die Pflanze für ihr Wachstum nutzen kann. Das bedeutet, dass Luzerne ihren Stickstoffbedarf selbst decken kann – wodurch Sie weniger Mineraldünger ausbringen müssen.
Zudem wird der in Pflanze und Wurzel gespeicherte Stickstoff nach dem Absterben des Bestands an den Boden abgegeben und steht so den Folgekulturen zur Verfügung.

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Hoher Eiweißgehalt

Luzerne ist bekannt für ihren hohen Eiweißgehalt, der zwischen 18 und 22 Prozent liegt. Damit ist die Pflanze ein hervorragendes Futtergras für Milchkühe, da sie einen wertvollen Beitrag zur Eiweißversorgung der Tiere leistet. Neben dem hohen Eiweißgehalt erzielt Luzerne einen Ertrag von 10 bis 12 Tonnen Trockenmasse pro Jahr. Das macht sie zu einer wertvollen Ergänzung der Futterration.

Verbesserung der Bodenqualität

Das Wurzelsystem der Luzerne ist beeindruckend – es kann bis zu sechs Meter tief in den Boden reichen. Dies bringt mehrere Vorteile mit sich:
Erstens verbessert es durch die Pfahlwurzelstruktur die Bodenstruktur, insbesondere in tieferen Schichten.
Zweitens hat Luzerne ein hohes C/N-Verhältnis, wodurch die organische Substanz aus dem Wurzelsystem langsam im Boden freigesetzt wird. Dies führt zu einer dauerhaften Erhöhung des Humusgehalts, verbessert die Bodenfruchtbarkeit und kann den Ertrag der Folgekulturen steigern.

Einfache Bewirtschaftung

Im Gegensatz zu manchen anderen Pflanzen ist Luzerne für Viehhalter besonders attraktiv, da sie ähnlich wie Gras angebaut und geerntet werden kann. Landwirte können Luzerne selbst mähen und schwaden, und sie kann auch silieren werden.
Das bedeutet, dass keine großen Investitionen in Maschinen oder Lohnarbeiten erforderlich sind – was den Anbau deutlich zugänglicher macht.
Allerdings sollte Luzerne so fein wie möglich gehäckselt und mit einem Siliermittel (Bonsilage Forte) auf Basis von Milchsäurebakterien behandelt werden. Da Luzerne eiweißreich und zuckerarm ist, ist ihre Konservierung schwieriger.

YellowJacket Nitrogenerator

Yellow Jacket® Nitrogenerator

Es ist im Voraus nicht bekannt, ob im Boden genügend nützliche Rhizobien-Bakterien vorhanden sind. Daher werden alle Luzernesamen mit dem Yellow Jacket Nitrogenerator behandelt. Diese Rhizobien-Bakterien binden bereits in der Frühentwicklung Stickstoff aus der Luft, den die Pflanze sofort nutzen kann. Das führt zu einer besseren Etablierung, einem vitaleren Bestand und höheren Erträgen in den ersten Schnitten.

Unterschiede zu Gras

Obwohl Luzerne sehr gut in eine Fruchtfolge mit Grünland passt, unterscheidet sich ihr Anbau in einigen Punkten:

  • Luzerne ist kaliumliebend. Besonders auf Sandböden wird empfohlen, zusätzlich Kalium zu düngen.
  • Luzerne ist empfindlicher als Gras gegenüber der Nachwirkung von Herbiziden aus Vorfrüchten.
  • Luzerne darf nicht tiefer als 8 cm geschnitten werden.
  • Im September sollte Luzerne nicht gemäht werden, damit sich Winterreserven aufbauen können. Der letzte Schnitt kann im Oktober erfolgen.

Mischung für ein stabiles Wachstumsjahr

Um den Luzerneanbau zu erleichtern, hat Barenbrug die Luzerne-Mischung Alfa Comfort entwickelt. Diese Mischung besteht aus zwei Luzerne-Typen mit unterschiedlicher Wachstumsaktivität, was Stabilität über die gesamte Vegetationsperiode bietet. Der Vorteil: Luzerne kann im gleichen Mähintervall wie Gras geerntet werden.

Stickstoffbindende Kultur für zusätzliche Prämie

Luzerne ist ein weltweit angebautes Futterpflanze. In wichtigen Anbauländern wie Australien und den USA ist sie neben Mais das wichtigste Futter für Milchkühe – Mais liefert Energie, Luzerne Eiweiß.
In den Niederlanden war der Anbau bislang begrenzt, doch mit der Einführung der neuen GAP-Regelungen (Gemeinsame Agrarpolitik) wird sich das ändern: Durch die Öko-Regelung „Stickstoffbindende Kultur“ bringt der Luzerneanbau künftig eine zusätzliche Prämie.