Raufuttermangel durch Trockenheit? Das kannst du tun
Die aktuelle Trockenheit führt bei vielen Milchviehhaltern zu geringeren Trockenmasseerträgen auf dem Grünland. Um Raufuttermangel zu vermeiden, ist es entscheidend, Silierverluste zu begrenzen. Nachfolgend einige Tipps:
Eine gute Silage aus dem 2. Schnitt machen
Auf Flächen, wo der 2. Schnitt noch nicht geerntet wurde, ist das Gras bereits überständig. Dieses Gras solltest du am besten kurz schneiden/häckseln und feucht silieren (30–40 % TM). So verbesserst du die Verdaulichkeit. Verwende außerdem Bonsilage Plus beim Silieren. Das verhindert Trockenmasseverluste und sichert den maximalen Erhalt der Eiweißqualität.
Nacherwärmung im Silo oder am Futtertisch
Das warme, feuchte Wetter begünstigt die Nacherwärmung vieler Silagen. Selbst am Futtertisch nutzen Hefen und Mikroorganismen die Chance, schädliche Stoffe und Wärme zu produzieren. Die Folge: weniger Energie (NEL) pro kg TM, geringere Futteraufnahme, mehr kranke Kühe und letztlich weniger Milch in der Tank.
Tritt Nacherwärmung auf, behandle die Anschnittfläche mit Silostar HD. Durch das Sprühen werden schädliche Pilze und Hefen abgetötet. Silostar HD kann auch ins Mischfutter eingemischt werden, um es länger kühl zu halten.
Raufuttermangel vorbeugen mit GPS (Ganzpflanzensilage)
Droht auf deinem Betrieb ein Raufuttermangel, kannst du ein Getreide als GPS (Ganzpflanzensilage) häckseln. Das Siliermittel Bonsilage Speed Mais ist ideal für die Silierung von GPS. Es sorgt für eine sehr schnelle Konservierung und zuverlässige Nacherwärmungshemmung.
Ernte das Getreide im Teigreifestadium – 14 bis 21 Tage vor dem normalen Druschtermin – für einen guten Trockenmasseertrag und hohe Futterwerte. Wichtig: Mit dem Kornquetscher die harten Knoten in den Halmen gut aufbrechen, damit das Futter besser einsilierbar und verwertbar wird. Ein großer Vorteil: GPS-Silagen, die mit Bonsilage Speed Mais behandelt wurden, können bereits nach zwei Wochen verfüttert werden.